STUHL

Tiefe statt Breite – Qualität, Flexibilität und Nachhaltigkeit im Fokus des Interior Design

Variable Systemmöbel, die sich vom Kleiderschrank zum TV-Lowboard umgestalten lassen. Die Sofas und Sessel einladend und zugleich beweglich. Badewannen aus High-Tech-Materialien. Leuchten mit Vintage-Charme. Vom unerreichten Klassiker bis zur innovativen Avantgarde, die Begeisterung für das Design als eigenständige Kunstform, speziell für das Interior Design, hat rasant zugenommen.

Hier die spielerische Lust an Farben, Formen, Materialien – Neues entdecken, ausprobieren, sich weiterentwickeln. Dort die Fokussierung auf die Nachhaltigkeit – Langlebigkeit in Material, Verarbeitung und Stil. Und das Ganze, auch die Hauptmöbel, zugleich möglichst »beweglich«, um alle Freiheiten bei der kreativen Gestaltung der heimischen vier Wände leben zu können. Wohnen und Style mit Leidenschaft.

Ein derartiger Anspruch an Qualität, Funktionalität und Ästhetik hat selbstredend seinen Preis. Getreu dem Motto »Weniger ist mehr« wird nicht mehr in die Breite, sondern vielmehr bewusst in die Tiefe, in einzelne, dafür extrem wertige Möbelstücke oder Wohnraumlösungen investiert. Ewig junge Klassiker bedürfen keiner Renaissance, während der Design-Nachwuchs mit zeitgeistigen Entwürfen beeindruckt, die ihrerseits schon heute das Zeug zum Klassiker haben.

So berichten Fachhandel, Dienstleister und Handwerk denn auch unisono, dass der Kunde nicht mehr so sehr die Inspiration, als vielmehr die Information sucht – dabei aber selbst bestens informiert und mit klaren Vorstellungen auftritt. So gerieten denn auch die Handelsrestriktionen nicht nur zum Nachteil: Persönliche Termine, mit Zeit und Muße, sind ganz im Sinne des neuen Qualitätsanspruchs und Nachhaltigkeitsbewusstseins.

Office-Welten

Ein Interview mit Anett Ahlefeld und Guido Eichel von (Smow) Köln

Das sogenannte »Home-Office« gilt seit Jahren als Trend. In Zeiten des Social Distancing wurde es tatsächlich Realität.
Braucht Fortschritt erst Krise?
»Tatsächlich war das Home-Office vorher vor allem den oberen Business-Ebenen vorbehalten. Aber in jeder Krise liegt auch eine Chance. Unterschiedlichste Studien haben bewiesen, dass dieses Arbeitskonzept auf allen Ebenen funktionieren kann.«

Kann? Worauf kommt es an?
»Entscheidend ist die Effizienz, also die Qualität, nicht die Quantität der Arbeitsleistung. Dafür bedarf es eines adäquaten Arbeitsplatzes, der in seiner Funktionalität allen Anforderungen des Jobs gerecht wird und sich trotzdem stilvoll in die private Wohnwelt integriert.«

Aber geht in der Isolation des Home-Office nicht ein ganz wichtiger Aspekt verloren?
»In der Tat darf man die Kommunikation, das ungezwungene, leibhaftige Brainstorming nie vergessen. Entsprechend gestalten wir bereits seit Jahren mit innovativen Unternehmen ihre ›Kernhäuser‹ zu inspirierenden Orten des kreativen Gedankenaustauschs um. wir sprechen also nie über das Home-Office allein, sondern immer über beide Office-Welten.«

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